Hammamet-Medina, La Tour Bleue, Cafe Sidi Bou Hadid, Mermaid

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Das ist Hammamet

Hammamet ist ein Badeort im Norden Tunesiens. Es liegt im Südosten der Halbinsel Cap Bon im Gouvernorat Nabeul, an der Mittelmeerküste am nördlichen Rand des Golfs von Hammamet, zwischen Tunis (65 Km) und Monastir (85 Km). Im Stadtbereich Hammamets leben ca. 70.000 Menschen. Die kilometerlangen Sandstrände haben Hammamet zu einem beliebten Urlaubsziel für in- und ausländische Touristen gemacht. Künstler und Intellektuelle wie Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet, Gustave Flaubert, Guy de Maupassant, André Gide und Oscar Wilde waren Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten, die das damals noch unbedeutende Fischerdorf zu einem Reiseziel für reiche Ausländer machten. Nach den Ersten Weltkrieg ließ eine Reihe wohlhabender Ausländer (überwiegend Engländer, Amerikaner und Franzosen) hier stattliche Villen errichten, von denen einige erhalten geblieben sind. Lange Zeit war Hammamet eine Art Geheimtipp, bis ab Ende der 60er Jahre der nun auch auf Tunesien übergreifende Massentourismus einen wahren Bauboom über das Städtchen hereinbrechen ließ, der bis heute anhält. Mehr als in anderen tunesischen Orten wurde dabei allerdings Wert auf aufgelockerte, traditionellen Vorbildern folgende und in die Landschaft integrierte Bauweise Wert gelegt, so dass Hammamet von monströsen Betonkästen verschont blieb.  Heute ist Hammamet der größte und meistbesuchte Badeort des Landes.
Übrigens: Der Name der Stadt Hammamet leitet sich von dem arabischen Wort „Hammam“ (Bad) ab.

Der Kern von Hammamet  ist die auf einem Landvorsprung gelegene und fast vollständig von Mauern eingefasste  Medina mit der im 9.Jh. entstandenen Kasbah. Die Bezeichnung Kasbah ist vor allem in den Maghreb-Staaten üblich und in der ursprünglichen Bedeutung die arabische Bezeichnung für eine Zitadelle oder auch Festung. Sie liegt an der Nordwestecke der Medina und hat die  Form eines ungleichmäßigen Vierecks  von etwa 50 Meter Seitenlänge. Die vier Ecken werden von Türmen oder Vorsprüngen gebildet.

Hammamet Medina

Hammamet Medina

Eingangstor Bab El Bhar und westliche Ecke

westliche Ecke mit Café Sidi Bou Hadid und Meerjungfrauen-Statue

Im 15. Jh. (gegen 1463) wurde die Kasbah wesentlich erweitert. Diese Erweiterung trug möglicherweise dazu bei, dass im selben Jahrhundert unter dem Schutz der Festung eine kleine Stadt mit dem Namen Al-Hammamet gegründet wurde. Auch der Bau der Großen Moschee in der Medina bewegt sich in diesem Zeitraum. Mehr als 300 Jahre später endete im Jahr 1798 der Bau der zweiten Sidi-Gailani-Moschee.

Ende des 16. Jh. und Anfang des 17. Jh. kam es erneut zu umfangreichen Umbauarbeiten an der Kasbah, denn sie musste in ihrer Größe den neu entwickelten Feuerwaffen angepasst werden. Um die Stadt vor Angreifern zu schützen, umgab man sie mit einer Mauer.  Mehrfach wurde die Mauer in den Jahrhunderten erweitert oder restauriert und hat heute eine Höhe von 12 Meter und ist zwischen 4 und 6 Meter dick.

Hammamet war damals mit seiner gewaltigen Festung meistens ein Kriegsplatz, deren Aufgabe darin bestand, Land- und Seewege zwischen dem Norden und dem Sahel  zu kontrollieren. Die strategische Bedeutung der Stadt erklärt sich nicht nur durch ihre Lage, sondern auch durch den riesengroßen Wald, der bis ins 19. Jh. hinein die umliegenden Hügel bedeckte und Holz für Schiffbau in Tunis und Ghar el Melh lieferte.

Außerhalb der Medina befindet sich der islamische Friedhof, der die östliche Ecke weitläufig umschließt,  sich dabei bis zum Meer erstreckt und von der Altstadtmauer durch eine kleine Strasse, der Rue Imem Sahnoun, getrennt wird. Ebenfalls hier,  zwischen  Strasse und Altstadtmauer, liegt ein kleiner christlicher Friedhof aus dem Jahr 1881. In dem Jahr sandten die Franzosen eine Strafexpedition nach Tunesien, um einen Protektoratsvertrag zu erzwingen. Der Vertrag von Bardo vom 12.05.1881 sah ein lockeres Protektorat vor. Als sich die Franzosen jedoch mit einem radikal- islamischen Aufstand konfrontiert sahen, sollte das Protektorat, das bis dahin nur auf dem Papier bestand, mit Waffengewalt realisiert werden. Im Oktober 1881 wurde der Aufstand durch die französische Armee niedergeschlagen und Tunesien zum französischen Protektorat erklärt. Die bei den Gefechten in Hammamet gefallenen französischen Soldaten wurden auf dem eigens dafür eingerichteten Militärfriedhof beigesetzt, der wenige Jahre später in den so genannten christlichen Friedhof gewandelt wurde. Trotz der voranschreitenden Verwahrlosung in den letzten rund hundert Jahren sind einige Grabstätten in relativ gutem Zustand geblieben.

Im Januar 2000 wurde hier der ehemalige italienische Ministerpräsident  Benedetto Craxi, genannt Bettino, beigesetzt. Er lebte seit 1994 im tunesischen Exil und hatte in Hammamet seinen Wohnsitz. Die nach seinem Tode gegründete Craxi Fondation hat den verwahrlosten Friedhof zu Ehren Craxis wieder hergerichtet und die zukünftige Pflege übernommen.

christlicher Friedhof

Grabstätte von Benedetto Craxi auf dem christlichen Friedhof in Hammamet

Vermutlich noch im Jahr 1881, nach Ende der Gefechte, begannen die Franzosen in Hammamet mit dem Bau einer Kirche. Sie stand auf dem Platz, wo heute, 200 m nördlich der Medina, die große Mobilfunkantenne der Tunisie Telecom in den Himmel ragt. Bereits 1971 musste die Kirche dem Bau des heutigen Postamtes weichen.

Der Bereich um die nördliche Ecke der Medina mit dem Place Zouhair Souissi bildet das Zentrum und den modernen Mittelpunkt von Hammamet. Der Platz ist der Verkehrsknotenpunkt der Stadt.  Hier fahren Busse und Taxis ab, hier erstreckt sich in westlicher Richtung die hübsche Uferpromenade mit einigen Cafés und Restaurants, hier beginnen die beiden Hauptgeschäftsstrassen des Städtchens, die Av. Habib Bourguiba und die Av. de la République.  Auf dem Place Zouhair Souissi erinnert ein Monument in Form eines Eiffelturms an die Märtyrer des Unabhängigkeitskampfes in den Jahren 1952 bis 1956.  Das Erscheinungsbild des Zentrums wird stark vom, im Jahr 1979 eröffneten,  Centre Commercial geprägt, ein modernes Einkaufszentrum mit verschiedenen Boutiquen, Restaurants, Reisebüros, der Post  und einem Kaufhaus. Das kleine Kaufhaus mit dem Namen Magasin Général bietet Artikel des täglichen Lebens, angefangen bei der Lebensmittelabteilung im Erdgeschoss bis hin zu Haushaltswaren, Elektroartikeln und Bekleidung in der ersten Etage.

Magasin Général im Zentrum von Hammamet

Das Rathaus von Hammamet

Magasin Général

Rathaus gegenüber der Uferpromenade

Blick auf Hammamet mit dem Rathaus, Centre Commercial,  Av. Habib Bourguiba und Av. de la République

Blick von der Kasbah auf die Uferpromenade und das Zentrum von Hammamet

Folgt man der Avenue Habib Bourguiba stadtauswärts, trifft man nach ca. 400 Metern auf einen unscheinbaren, aber bemerkenswerten Super Market. Der Besitzer, Moncef Fenina, präsentiert seinen Kunden einige, aus Deutschland importierte, Lebensmittel und Gebrauchsartikel. Auch für Diabetiker wird ein kleines Angebot an diabetesspezifischen Lebensmitteln bereitgehalten. Wer also auf bekannte Markenprodukte nicht verzichten will, sollte hier nach ihnen suchen.

Ursprünglich wurde Hammamet in römischer Zeit unter dem Namen Pupput gegründet. In der Antike existierte, ca. 5 Km südlich von der heutigen Medina, eine kleine römische Siedlung direkt am Meer. Pupput war wegen seiner Thermen und heißen Bäder bereits damals ein beliebter Badeort. Im Jahr 2004 wurde bei archäologischen Grabungen unter der Leitung von Aïcha Ben Abed und Marc Griesheimer eine umfangreiche Nekropole des antiken Pupput entdeckt. Trotz der andauernden Grabungen ist die Nekropole für Besucher geöffnet und kann gegen Gebühr von 3 Dinar besichtigt werden.

Die Staatliche Eisenbahn Tunesiens wird von der SNCFT (Société Nationale des Chemins de Fer Tunisienne) betrieben. Auch Hammamet hat  einen eigenen Bahnhof. Er liegt am nördlichen Ende der Avenue Habib Bourguiba, ca. 1,5 Km von der Medina entfernt. Neben Nabeul verbinden die hier fahrenden Züge Hammamet  auch mit dem kleinen Ort Bir Bou Rekba, der als regionaler Knotenpunkt im tunesischen Eisenbahnnetz gilt, da er das Umsteigen auf Züge nach Tunis, Sousse und andere Ziele ermöglicht.

Hammamet Bahnhof / La Gare

Hammamet Bahnhof / La Gare

Die touristische Zone von Hammamet teilt sich in zwei Abschnitte, die sich westlich und östlich der Innenstadt kilometerweit am Strand entlangziehen. Östlich der Innenstadt beginnt die kleinere „Zone Touristique Hammamet Nord“. Die südliche Hotelzone erstreckt sich bis zum, ca. 9 Km entfernten, Touristenzentrum Yasmine Hammamet. Auf dem Weg dorthin, etwa 3 km vom Zentrum, liegt das Kulturzentrum, das Centre Culturel International de Hammamet. Die Architekten der künstlichen Traumstadt Yasmine-Hammamet ließen sich von Damaskus und Istanbul, Marrakesch und Sizilien inspirieren. Die Mammutanlage verschlang mehr als 160 Millionen Euro. Entlang der breiten Strandpromenade reihen sich moderne Hotels der gehobenen Klasse. Die meisten haben direkten Zugang zum vier Kilometer langen Sandstrand. Vertreten ist alles, was Rang und Namen hat: Iberustar, Magic Life, Holiday Inn, Interconti, auch bedeutende einheimische Ketten wie Hasdrubal Thalassa. Die Nobel-Herberge nahm als eine der Ersten ihren Betrieb auf. Neben dem Casino drängeln sich an der 1,5 Kilometer langen Promenade Geschäfte, Boutiquen, Restaurants und Terrassen-Cafes, Galerien, Beach-Clubs und Diskotheken. Natürlich gehört zu soviel Superlativen auch ein Yachthafen, Port Yasmine, die Marina von Hammamet.

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